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Archive for the 'philosophy' Category

The Silence of Animals

Sunday, June 9th, 2013

John Gray’s Godless Mysticism: On “The Silence of Animals”, as interpreted by Simon Critchley, see here:

http://lareviewofbooks.org/article.php?type=&id=1722&fulltext=1

A conclusion? “What will define the coming decades? I would wager the following: the political violence of faith, the certainty of environmental devastation, the decline of existing public institutions, ever-growing inequality, and yet more Simon Cowell TV shows. In the face of this horror, Gray offers a cool but safe temporary refuge.”

Why are the Chinese so clever, and why will they become even cleverer? A perhaps astonishing aspect of Communist politics. And 100 other problems that might and should worry or inspire students and others

Tuesday, January 15th, 2013

Chinese have had a long history of “eugenic” selection, by putting those in positions of influence who had passed rigorous state examinations. It seems that this policy has now been brought up to date by incorporating findings of modern science. How has the “West” responded?

See this very interesting article by an evolutionary psychologist. And see many other responses to the question of what one should worry about most.

http://edge.org/responses/q2013

Oswald Spengler re-visited. Where will American politics lead us?

Friday, January 4th, 2013

Oswald Spengler’s book “The Decline of the West” (“Der Untergang des Abendlandes”) has influenced influential historians and philosophers. Robert W. Merry, who has written extensively on American history and foreign policy, has given a concise and well argued discussion of the book and its implication for the present state of world affairs and particularly American politics.

Merry’s full article here:

http://nationalinterest.org/article/spenglers-ominous-prophecy-7878?page=show

Can science explain everything?

Tuesday, December 25th, 2012

Among many scientists and the general public the view is widespread that the only justifiable approach to solving problems in nature is the scientific one. Is there a role for philosophy? What is the evidence for the multiverse approach to cosmology and for evolutionary explanations of why our universe seems to be fine tuned to the evolution of life? Can questions of ethics be resolved by science alone? Professor Austin L. Hughes, a distinguished biologist at South Carolina University, has given a penetrating analysis of the problems. See here:

http://www.thenewatlantis.com/publications/the-folly-of-scientism

Cardinal George Pell and Richard Dawkins

Saturday, April 14th, 2012

These two personalities had a discussion on Australian TV on religion and God. I did not see it but read various comments on it in newspapers. Good to hear that the CardinaI would admit atheists into Heaven, if he had a say in it. I have discussed The God Delusion by Richard Dawkins earlier, as well as views on religion by Heisenberg, Max Planck, Karl Marx and some others. See the attached link:

http://krohde.wordpress.com/article/richard-dawkins-the-god-delusion-terry-xk923bc3gp4-60/

Ethics and the responsibility for animals and nature

Friday, April 13th, 2012

In the current debate on climate change and other human induced effects on the environment it is important to reflect on the moral justification for large scale destruction of habitats and animal species by man. Do we have to consider only the well-being of fellow humans or of animals as well? Schopenhauer was, to my knowledge, the first Western philosopher who spoke out for the rights of animals.
For details see here:
http://krohde.wordpress.com/article/arthur-schopenhauer-ethics-and-theory-xk923bc3gp4-106/

Peter Mersch: Ich beginne zu glauben, dass es wieder Krieg geben wird. Was die Systemische Evolutionstheorie über unsere Zukunft verrät. 2011: Books on Demand GmbH.

Monday, December 12th, 2011


In seinem neuen Buch
gibt Peter Mersch einen kurzen Abriss seiner Systemischen Evolutionstheorie und wendet sie auf verschiedene akute Probleme der Politik und Wirtschaft an. Im letzten Abschnitt “Was tun?” schliesst er, dass die “bislang noch fehlende Beherrschbarkeit der Bevölkerungsentwicklung das vermutlich wichtigste offene globale Problem” überhaupt ist (Seite 224). Aber das Streben der Individuen nach Kompetenzerhalt “unterbindet gruppenweit optimale Lösungen” (Seite 225). Wichtig: “der Mensch ist längst nicht mehr die Krone der Schöpfung, sondern die menschlichen Superorganismen –insbesondere die globalen Konzerne- sind dies jetzt. Superorganismen streben als selbstreproduktive Systeme danach, ihre eigenen Kompetenzen zu reproduzieren. Sie arbeiten folglich primär nicht für den Menschen, sondern in erster Linie für sich” (Seite 210). Mersch schlägt einige Rezepte zur Entschärfung der Fehlentwicklungen vor, ist im Grunde aber pessimistisch, dass sich die Situation in demokratischen Staaten ändern lässt. Es muss “erst wieder gehörig krachen”, um zum Andershandeln bewegt zu werden (Seite 195). Auf jeden Fall aber, wenn es noch Hoffnung gibt, müssten die Entscheidungsträger lernen, system-evolutionär zu denken.

Die Grundzüge der Systemischen Evolutionstheorie wurden bereits an anderen Stellen besprochen, ebenso sein Familienmanager-Vorschlag, und sollen hier nicht erneut diskutiert werden. Ich beschränke mich auf die Kritik einiger besonders interessanter Gesichtpunkte.

Das Buch sollte Pflichtlektüre für Politiker und Wirtschaftswissenschaftler sein, die ihren Horizont über gängige Paradigmen hinaus erweitern wollen. Es ist klar geschrieben und macht viele Entwicklungen in der Wirtschaft und Politik anhand einfacher Beispiele beeindruckend klar. Vor allem wird überzeugend dargestellt, dass nur ein evolutionärer Ansatz Generationsgerechtigkeit begründen kann. Die Darstellung überzeugt in vieler Hinsicht, obwohl ich nicht mit allem einverstanden bin.

Einige Einwände bezüglich der Kompetenzerhaltung, der Intelligenz, der stabilen evolutionären Gleichgewichte, der Nischenbildung, unter anderem, werden im folgenden kurz besprochen.

1) Erhalt der Kompetenzen. Peter Mersch sieht den Kompetenzerhalt, die Vermeidung des Kompetenzverlustes, als Grundeigenschaft des Lebens an. Ist das wirklich so, oder sollte es nicht vielmehr die Kompetenzsteigerung sein? Immerhin muss man im Spiel der Red Queens laufend etwas über das Ziel hinausschiessen, um nicht ins Nachtreffen zu geraten. Hält man gerade so mit, besteht die Gefahr, auf Grund stochastischer Umweltschwankungen irgendwann einmal ins Jenseits befördert zu werden. Die Evolutionsakteure sind “aktiv” und reagieren nicht nur passiv auf was die Nachbarn tun. Und mir scheint (oder es ist zumindest denkbar), dass diese Eigenschaft vielleicht nicht neu für jede Art erworben wird, sondern bereits in der evolutionären “Ur”geschichte entstanden ist, um dann an alle Nachkommen weitergegeben zu werden. Wahrlich ein generelles Lebensprinzip. – Dagegen schreibt Mersch jedoch (Seite 61): “Lebewesen versuchen nämlich vor allem, ihre Kompetenzen zu bewahren beziehungsweise Kompetenzverluste zu vermeiden, nicht jedoch sie ohne Not gegenüber anderen auszuweiten oder gar andere zu übervorteilen. Dies geschieht im Allgemeinen nur, wenn entsprechende Verhältnisse vorliegen.” Der letzte zitierte Satz lässt allerdings eine Hintertür offen, anscheinend doch manchmal Übervorteilung.

2) Intelligenz. Ich bin kein Intelligenzforscher und meine Bemerkungen sind daher mit Vorsicht zu geniessen. Jedoch: es ist zumindest fraglich, dass die Intelligenz, wie von manchen behauptet, durch ein einziges Gen begründet ist (was Mersch übrigens nicht behauptet). Dagegen sprechen zum Beispiel die Intelligenztests, die unterschiedliche Aspekte der Intelligenz (verbale, räumliche Perzeption, abstraktes Denken usw.) messen, deren Ergebnisse oft aber nicht unbedingt positiv miteinander korreliert sind (Seite 69). Dazu kommt noch die Möglichkeit eines Heterosiseffektes. Dies hat zur Folge, dass man an die Abschätzung der Intelligenz in Populationen (IQ) mit grosser Vorsicht herangehen sollte. Was die Pisatests anbetrifft, die von manchen als Quelle ihrer Überlegungen benutzt werden, so scheint es mir zumindest fraglich, dass sie tatsächlich als zuverlässige Quelle für erbliche Intelligenz benutzt werden können.

3) Wie viele hoch intelligente Leute benötigt ein Land?
Es fällt auf, dass mit Durchschnittswerten von IQ gearbeitet wird. Aber wie viele Quantumphysiker, Mathematiker usw. benötigt ein Land? Wäre es nicht zumindest ebenso wichtig, sich auf die Intelligenzentwicklung der “Eliten” zu kümmern. In anderen Worten, solange die “Eliten” funktionieren, kann der Rest ruhig ein bisschen absinken, was allerdings auf eine aristokrastische und nicht eine demokratische Struktur hinausliefe. Und wie lange liefe das gut? – Der eben geäusserte Gedanke dürfte bei Gleichheitsfanatikern kaum auf Gegenliebe stossen; sie sollten in erster Linie daran interessiert sein, die Durchschnitts-Intelligenz hochzuhalten. Aber tun sie das? Zumindest nicht mit Erfolg versprechender Methodik, wie im Buch ausreichend klar gemacht.

4) Optimierung. Einige Ökologen sind der Ansicht, das seine Optimierung wegen der grossen Umweltvariabilität garnicht möglich ist. Das gleiche sollte man beim Menschen erwarten. Was heute nützlich ist, ist es morgen nicht mehr, und dass kann sich natürlich auch auf die Intelligenz beziehen. In diesem Zusammenhang ist es interessant, dass einige Ökonomen die Ökonomie als die “Wissenschaft von der Optimierung der individuellen Bedürfnisbefriedigung bei knappen Ressourcen” definieren (Seite 212).

5) Nischenbildung. Sie ist nicht immer eine Folge des Konkurrenzkampfes um begrenzende Ressourcen, sie ist oft ein Mechanismus zu einer wirksameren Fortpflanzung (Treffen von Geschlechtspartnern). Sollte es zutreffen, dass der Nischenraum weitgehend leer ist, kann Nischenbildung rein zufällig ohne Zwischenwirkung mit Konkurrenten erfolgen.

6) Begrenzende Ressourcen und leere Nischen
. Bekannte Ökologen haben schon vor einiger Zeit gezeigt, dass zahlreiche Tierarten die von ihnen benötigten Ressourcen selten oder niemals selbst annähernd erschöpfend ausnutzen. Der Nischenraum ist weitgehend leer.

7) Vorraussagbarkeit evolutionärer Prozesse.
Mersch schreibt (Seite 169): …”Wenn es uns gelingen könnte, auch in den evolutionären Prozessen Redundanzen und Regelmässigkeiten zu entdecken, die uns einen ersten Einblick in die sich ankündigende evolutionäre Zukunft vermittelten, dann hätten wir wesentliche Kompetenzen hinzugewonnen. Ein häufiger Einwand ist, dass sei prinzipiell nicht möglich, da für evolutionäre Prozesse gerade deren Zufälligkeit und Unbestimmtheit charakteristisch sei. Nun ich denke, das vorliegende Buch dürfte diese Auffassung restlos widerlegt haben. Evolution verläuft zwar letzlich zufällig und unbestimmt, jedoch nur bedingt. Und genau hier liegen die Chancen.” — Die Formulierung des letzten Satzes lässt verschiedene Interpretationen zu. Jedoch scheint mir, dass in Hinblick auf nichtlineare und chaotische Prozesse in der evolutionären Ökologie Voraussagen zumindest ausserordentlich schwierig und nur für die unmittelbare Zukunft möglich sind. Das gleiche dürfte für die menschliche Zukunft gelten. Man kann sich ja alle möglichen Szenarien vorstellen: schwarze Schwäne können unsere Wunschvorstellungen leicht über den Haufen werfen.

8) Evolutionsgeschichte und die Bedeutung der Konkurrenz.
Lebewesen schaffen sich viele ihrer Ressourcen weitgehend selbst, obwohl sie dafür natürlich leblose anorganische Mineralien usw. benötigen. Die Sauerstoff-Atmosphäre wurde von den Lebewesen selbst geschaffen, um nur ein Beispiel zu nennen. Mir scheint, dass vor vielen Millionen Jahren die wenigen primitiven Mikroben mit grosser Wahrscheinlichkeit gerade mal so an einigen wenigen Stellen überlebten. Zum jetzigen Zeitpunkt sind in den am weitesten fortgeschrittenen Habitaten, den Tropen (wegen der schnelleren Evolution bei hohen Temperaturen) nicht nur die grösste Biodiversität, sondern auch die grösste Anzahl leerer Nischen zu finden (was direkt dem Gleichgewichtsparadigma der traditionellen Ökologie widerspricht). Konkurrenz ist also in fortgeschrittenen Ökosystemen relativ weniger häufig als in “primitiveren”.


9) Stabile evolutionäre Gleichgewichte.
Mersch schreibt (Seite 191), “aus evolutionstheoretischer Sicht können die Konzepte der fortwährenden Kompetenzbewahrung, der Generationsgerechtigkeit und der evolutionär stabilen Strategie als weitestgehend synonym betrachtet werden”. Hierzu ist wichtig festzustellen, dass evolutionär stabile Strategien in biologischen Systemen eher die Ausnahme als die Regel darstellen. Unter anderem können sie sich nicht entwickeln, weil ihnen die Umweltvariabilität einen Strich durch die Rechnung macht.


10) Ursachen der Weltkriege
. Mersch erklärt die beiden Weltkriege durch die relativ rasche Zunahme der Bevölkerungsdichte (“Bevölkerungsexplosion”) in Europa und insbesondere im damaligen Deutschen Reich und untermauert dies durch einige quantitative Angaben (Bevölkerungszahlen zu Beginn des 19. Jahrhunderts bis kurz vor dem ersten Weltkrieg, und Auswanderung nach Amerika). Die Auswanderung erfolgte zumindest nicht ausschliesslich wegen Überbevölkerung. Irland hatte etwa die gleiche Zahl von Auswanderern wie Deutschland trotz der viel kleineren Bevölkerung, was sicherlich durch die Hungersnot dort verursacht war; für Deutschland fällt auf, dass der Höhepunkt der Auswanderung kurz nach der mislungenen Revolution 1848 war, was anzudeuten scheint, dass es sich um eine Reaktion darauf handelte. Ausserdem, in Amerika wurden im 19. Jahrhundert Einwanderer aktiv angeworben, vor allem dadurch, dass Land in grossem Rahmen zur Verfügung gestellt wurde, und die Bevölkerungsdichte in Deutschland hatte durch den enormen Rückgang im Dreissigjährigen Kriege, dem Siebenjährigen Krieg und den Napoleonischen Kriegen zu Anfang des 19.Jahrhunderts kaum ihre volle “Kapazität” erreicht. Der verzeichnete Anstieg im 19. Jahrhundert ist deshalb kein überzeugender Beweis für eine Überbevölkerung. – Dass andere Ursachen als Überbevölkerung Ursachen von Expansion sein können, wird zum Beispiel auch durch die Kolonisierung Amerikas durch Spanien gezeigt, die unmittelbar nach Eroberung des südlichen Spaniens durch die Christen im 15. Jahrundert stattfand. Waren die französischen Aggressionen unter Ludwig XIV (Strassburg usw.) wirklich die Folge von Bevölkerungsdruck? Oder handelt es sich hierbei um “aktive” Prozesse, sozusagen einen “Expansionsdrang”, und nicht um “passive”, durch Überbevölkerung erzwungene. Also wieder, wie oben bereits angedeutet, Evolutionsakteure sind nicht passiv sondern aktiv, einem inneren Expansionsdrang folgend. Es ist viel spekuliert worden, aber niemand kennt all die Hintergründe, die zur Völkerwanderung, zur Mongolenexpansion, zur Arabisierung des Nahen Ostens, Persiens, Spaniens und Nordafrikas führten, um nur einige Beispiele zu nennen, aber ich vermute, dass ganz einfach ein Drang zur Expansion und zur Kolonisierung zumindest mitbeteiligt war. – Was die Möglichkeit zukünftiger Kriege anbetrifft, es ist wahrscheinlich und fast sicher, dass dahinter, wie schon bei den Kriegen im Iraq, Afghanistan und Libyen und früher beim Umsturz Mossadeqs im Iran, Überlegungen zur Ressourcensicherung, vor allem des Öls stehen werden. Aber kann man den Zugang zu diesen Rohstoffen nicht billiger durch Handel erreichen? Und ferner, kann Ressourcensicherung nicht besser durch Entwicklung neuer Energiequellen erreicht werden? Mir scheint, dass die Politik hier von falschen Vorstellungen der evolutionären Ökologie und insbesondere des Darwinschen Paradigmas (knappe Ressourcen, Kampf ums Dasein) beeinflusst ist. Im Grunde handelt es sich nicht um Knappheit der realen Ressourcen, sondern der virtuellen Ressourcen, d.h. wie sie sich so im “Geiste” der Politiker darstellen. Nicht zu nennen die Interessen des Militärisch-Industriellen Komplexes in führenden Ländern (Kompetenzerweiterung). Hier liegt die grösste Gefahr für zukünftige Kriege, meiner Ansicht nach.


11) Menschliche Superorganismen (Konzerne usw). stellen jetzt die “Krone der Schöpfung” dar
(siehe Einleitung oben). Hierzu nur eine kurze Anmerkung: was passiert eigentlich, wenn politische Entscheidungen zur Entmachtung solcher Superorganismen führt? Ist das nicht immerhin möglich? Mersch diskutiert dies in “Zügelung der Superorganismen” (Seiten 210ff). Werden dann vielleicht Kulturen inklusive ihrer Sprachen die Rolle übernehmen? Ist das prinzipiell möglich? Wenn ja, dürfte der Mensch sich die Krone zumindest prinzipiell zurückerobern können, weil er –im Gegensatz zu den menschlichen Superorganismen- bewusste Entscheidungen treffen kann. Dass dies durch “das Zusammenwirken vieler Neuronen (Zellen) zustande” kommt, was dann “nach aussen hin” den Eindruck entstehen lässt, “als wollte der Mensch in seiner Gesamtheit beziehungsweise (als System)” etwas, spielt doch kaum eine Rolle. Subjektiv (und objektiv von den anderen) gesehen will er etwas, und man kann sich beim besten Willen nicht vorstellen, das menschliche Superorganismen trotz der vielen sie bildenden Komponenten dies (wie zum Beispiel die Abschaffung des Menschen) als Superorganismen jemals können. (Oder vielleicht doch? Roboter!). – Man könnte einwenden, dass ja auch Unternehmen usw. Entscheidungen treffen; aber es sind ja nicht die Unternehmen sondern die sie leitenden Menschen, die das tun. Oder anders formuliert: während beim Menschen ein Netzwerk unzähliger Neuronen einem einheitlichen, die Handlungen bestimmenden Bewusstsein entspricht (psycho-physischer Parallelismus), gibt es ein solches Bewusstsein der Superorganismen nicht: das Netzwerk der ein Unternehmen bildenden Komponenten ist viel weniger komplex und kann sich jederzeit in seine Komponenten auflösen. Handlungen werden nicht vom Superorganismus sondern von einigen Personen in ihm bestimmt.

Insgesamt und ich wiederhole: Das Buch sollte Pflichtlektüre für Politiker und Wirtschaftswissenschaftler sein, die ihren Horizont über gängige Paradigmen hinaus erweitern wollen. Und nicht nur für Politiker und Wirtschaftswissenschaftler, insbesondere auch für Soziologen, Feministen und Feministinnen, und weitere. Was nicht heissen soll, dass ich mit allem übereinstimme.

Freedom of the Press, and Separation of State and Church in Australia

Sunday, August 8th, 2010

In today’s Daily Telegraph, Cardinal George Pell, the Archbishop of Sydney, had the following to say about the elections, when asked for advice on how to vote.

It is not really my role to give advice on how to vote, however, one should consider the personalities of the parties’ leaders. And: the Greens are antireligion, their philosophy is that of the “notorious” Peter Singer (Australian, Professor of bioethics at Princeton University, USA, and laureate Profressor of Applied Philosophy and Public Ethics at the University of Melbourne, probably the most prominent advocate of animal rights today), who believes that humans are not unique and differ from animals only in the complexity of their minds, and who advocates euthanasia, among other things.

Although Cardinal Pell claims to be concerned about the environment, he says the Greens’ policy is poisonous because it disadvantages the poor. He had earlier, in a different context, said that “some of the hysteric and extreme claims about global warming are also a symptom of pagan emptiness…..belief in a benign God who is master of the universe has a steadying psychological effect….In the past pagans sacrificed animals and even humans to placate capricious and cruel gods. Today they demand reduction in carbon dioxide emissions”.

There are about five million catholics in Australia, and Cardinal Pell’s “advice” will have some influence. So much about the separation of church and state, for which, since the Enlightenment, people in Europe have fought with some success in many countries.

This leads to an even more important question, that of the role of the press in Australia.

The Daily Telegraph, in which this and earlier articles by Cardinal Pell were published, is a tabloid newspaper with a circulation of about 409000, the largest in Sydney. It belongs to Rupert Murdoch’s News Limited, along with The Australian, Australia’s only nationwide non-tabloid paper, and the most popular metropolitan dailies in most other Australian metropolitan cities. It is obviously (like Fox News in the US, also run by Murdoch) totally (I would say ridiculously) biased to the right. In the current elections, the bias towards the Liberals is what I would say extreme.

In other words, there is no freedom of the Press in Australia in the sense that objective and accurate information is disseminated. But there is freedom for Rupert Murdoch to disseminate his views.

Tony Abbott, the leader of the opposition, and Joe Hockey, his deputy, both devout catholics, appear to base their view on climate change (“crap” in the words of Abbott) not on science but on the dogma of the Church. One can only hope that the electorate will see through the spin, although I doubt it.

Godlessness and Nazism, Stalinism etc.

Friday, April 2nd, 2010

According to the Sydney Morning Herald (April 2-4, 2010), the Archbishop of Parramatta, Anthony Fisher, launched a scathing attack on atheism in his inaugural Easter message. “Last century we tried godlessness on a grand scale and the effects were devastating.”-“Nazism, Stalinism, Pol-Pottery, mass murder and broken relationships: all promoted by state-imposed atheism or culture-insinuated secularism”.
Sorry, this is sheer nonsense, at least as far as Nazism is concerned (and perhaps one should not forget that Stalin began his career at a seminary for priests in Georgia, although he later became the chief preacher of atheistic Marxism-Leninism).

I quote from “Hitler’s Secret Conversations 1941-1944″ (English translation by Norman Cameron and R.H.Stevens 1953, A Signet Book, The New American Library).

It is important that these conversations were not meant for publication and can therefore be accepted as expressing Hitler’s real beliefs.

Some quotes:
page 36: “Fundamentally in everyone there is the feeling for this all-mighty, which we call God (that is to say, the dominion of natural laws throughout the whole universe). The priests, who have always succeeded in exploiting this feeling, threatening punishments for the man for the man who refuses to accept the creed they impose”.

page 86: “I envisage the future, therefore as follows: First of all, to each man his private creed. Superstition shall not lose its rights…”

page 158: “Christ was an Aryan…”

page 330: “If my presence on earth is providential, I owe it to a superior will. But I owe nothing to the Church that trafficks in the salvation of souls, and I find it really too cruel. I admit that one cannot impose one’s will by force, but I have a horror of people who enjoy inflicting sufferings on others’ bodies and tyranny upon others’ souls.”

Somewhere (I could not find the reference) he says that the justification of the war against the bolsheviks really was their atheism. This explains, of course, why the catholic church was fairly ambivalent about Hitler. Even Cardinal Graf von Galen, Bishop of Münster during the Nazi era and a close friend of the later Pope Pius XII, supported Hitler’s war against the Soviet Union, in spite of his opposition to other aspects of Nazism.

So, does this sound like an atheist? Hitler certainly was not a Christian and he was a fanatic antisemite, but he certainly was not an atheist.

The most violent opponents of Richard Dawkins, the high priest of contemporary atheism, argue, like the archbishop above, that atheism is at the root of all (or much) evil. It seems that in their opinion one needs to be threatened with punishment in Hell to be good. Well, Hitler did evil without being an atheist. (see here:http://knol.google.com/k/klaus-rohde/richard-dawkins-the-god-delusion-terry/xk923bc3gp4/60#edit)

Don’t be fooled by the media

Wednesday, December 9th, 2009

A few days before the beginning of the Copenhagen conference on climate change, the media are full of reports on supposed falsification of climate data at the University of East Anglia, England. Where did the information come from? Apparently, professional hackers broke into large numbers of emails between climate change researchers and put a selection of those emails on climate skeptic websites, just in time for the conference. Certainly not cheap, who paid the hackers? Have a guess.

Any evidence that there was indeed falsification of data? Not as far as I am aware. But does it matter? The damage is done.

In this context, a number of years back, the media were full of reports on Saddam Hussein’s weapons of mass destruction etc. What were these reports based on? Among the most important pieces of evidence, apparently, were a student essay, and a conversation between passengers which an Iraqi taxi driver overheard and reported two years later. All this comes out again now at the hearings in Britain about the Iraq war. A few million dead! Don’t bother, it all was done in the interest of whom?

For details see: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,665944,00.html

http://www.guardian.co./uk/2009/dec/08/iraq-chilcot-inquiry-scarlett-blair