Helmut Schmidt über Amerika und Russland, usw.
In einem Interview mit dem Spiegel (29.10.07), das unter dem Titel “Das ist Grossmannssucht” veröffentlicht wurde, äusserte sich der ehemalige Bundeskanzler über einige aktuelle politische Fragen. Auszüge sind hier zu finden.
Zusätzlich zu diesen Auszügen:
In Bezug auf Iran, und ob weitere Sanktionen wegen seines Atomprogrammes gerechtfertigt seien:
Schmidt: “Oekonomische Sanktionen sollen dazu führen, dass das gesteigerte Elend der kleinen Leute deren Regierung zum Umdenken bringt - für mich ist das kein guter Weg.
Spiegel: US-Präsident George W. Bush spricht indessen sogar von einem möglichen dritten Weltkrieg. Teilen Sie diese dramatische Einschätzung?
Schmidt: Ich halte sie erstens für unzutreffend und zweitens für überflüssig, weil drittens für gefährlich. Sie impliziert eine Drohung, die sich gegen den Iran zu richten scheint.
………
Schmidt:……Es (die deutsche Regierung) sollte ein Interesse daran haben, dass auch alle übrigen Partner ihren Teil der Verpflichtungen einhalten, denn das tun sie ja nicht: Statt vertragsgemäss ihre Atomwaffen abzurüsten, entwickeln sie neue Waffen, modernisieren ihre Arsenale, ihre Trägersysteme, Raketen, Flugzeuge und U-Boote…..”
Schmidt (als Antwort einer Frage über den deutsche Einsatz in Afghanistan): ” Der Grund für die Intervention war ausschliesllich al-Quaida; und inzwischen is al-Quaida nach Pakistan abgezogen. Sollen wir demnächst auch dort einmarschieren?”
Schmidt (in Bezug auf Kanzler Merkels “Ratschläge” an Putin und die chinesische Regierung Tibet betreffend)…”was die inneren Angelegenheiten anderer Staaten betrifft, so hat unsere Regierung weder den Russen noch den Amerikanern und schon gar nicht den Chinesen öffentliche Ratschläge zu geben”.
Weiteres dazu in meinen Posts unter Iran/Iraq und in meinem Post
http://blog.une.edu.au/klausrohde/2008/02/09/the-worlds-future-at-stake-the-us-elections/
