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Der Charakter des Islam.

Zwei Auszüge aus einem Artikel von Henryk M. Broder in Spiegel online 15.3.08. Vollständiger Artikel hier.

“HOLLÄNDISCHER POPULIST WILDERS
Wie ein Filmprojekt weltweit Panik auslöst

Ein Filmprojekt, das Schlimmstes befürchten lässt: Der holländische Rechtspopulist Wilders will einen Streifen über den Islam drehen - und noch bevor die erste Szene zu sehen ist, versuchen Politiker weltweit, ihn zu verhindern. Andernfalls könne es in vielen Ländern zu Blutvergiessen kommen.”

“Ende November 2007 erklärte Wilders, er arbeite an einem Film, der “den intoleranten und faschistischen Charakter des Koran” zeigen werde. Sprecher des Innen- und des Justizministeriums äusserten sich daraufhin besorgt, betonten aber zugleich, sie hätten keine Mittel, den Abgeordneten von seinem Plan abzubringen oder die Ausstrahlung des Films zu verhindern.”

Im folgenden ein paar Worte über den Charakter des Islam.

“Glauben und Unglauben teilen sich in Oberes und Unteres; Himmel und Höllle sind den Bekennern und Leugnern zugedacht. Nähere Bestimmung des Gebotenen und Verbotenen, fabelhafte Geschichten jüdischer und christlicher Religion, Amplifikationen aller Art, grenzenlose Tautologien und Wiederholungen bilden den Körper dieses heiligen Buches, das uns, so oft wir auch darangehen, immer von neuem anwidert, dann aber anzieht, in Erstaunen setzt und am Ende Verehrung abnötigt.”
(Goethe, Noten und Abhandlungen zum West-östlichen Divan; zitiert in Annemarie Schimmels Einleitung zur deutschen Uebersetzung des Koran von Max Henning, Reclam 1960).

Wie der Koran, so ist auch die Bibel, vor allem das Alte Testament, voller blutrünstiger Aussagen, die im historischen Zusammenhang verstanden werden müssen. Vielleicht kann mir jemand helfen, der bibelfester ist als ich: gibt es Bibelstellen, die zur Toleranz anderer Religionen aufrufen, wie zum Beispiel die Sure 109 des Koran?

“Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen!
Sprich: O ihr Ungläubigen,
Ich diene nicht dem, dem ihr dienet,
Und ihr seid nicht Diener dessen, dem ich diene.
Und ich bin nicht Diener dessen, dem ihr dienet,
Und ihr seid nicht Diener dessen, dem ich diene.
Euch euer Glaube und mir mein Glaube.”

Ueber viele Jahrhunderte, als die christlichen Länder Muslime und Juden unterdrückten und oft ausrotteten, man denke nur an die spanische Inquisition, waren muslimische Länder Zufluchtsorte der Vertriebenen, bezeugt durch die grossen jüdischen Kolonien und Synagogen in diesen Ländern. Aus politischen Gründen änderte sich diese Haltung vor nicht allzulanger Zeit. Viele der gegenwärtigen Kontroversen sind nicht primär religiös sondern eindeutig politisch. Der Islam ist keine einheitliche Religion, sondern ist stark durch stammes- und historisch- bedingte Vorurteile in den verschiedenen Ländern geprägt. Um nur ein Beispiel zu nennen: Bangladesh hatte zwei weibliche Präsidentinnen oder Premierministerinnen, die Türkei eine, Pakistan eine, kaum denkbar zum Beispiel in Afghanistan.

Für einige weitere Informationen über Sex und Islam siehe
http://blog.une.edu.au/klausrohde/2007/06/03/sex-and-islam/

3 Responses to “Der Charakter des Islam.”

  1. Josef Alvermann Says:

    Der Islam fühlt sich in den Augen seiner Anhänger an vielen Orten der Erde gesellschaftlich, politisch und ökonomisch in die Enge getrieben. Statt nun mit Macht und gutem Willen die bekannten Ursachen anzugehen, bekämpft das derzeit vom Schicksal begünstigte westliche Lager nur hektisch die fast unvermeidlich auftretenden reflexartigen Reaktionen, ohne je an die Verwundbarkeit des Stärksten etwa in der Geschichte von David und Goliath zu denken. Und als ob ihre Not und unsere Dummheit nicht groß genug wären, diffamieren selbst noch Oberhäupter von Staat und Kirche seine religiös-ethischen Wertvorstellungen, während ihn zum Gaudi nicht nur der breiten Masse auch Propagandaclowns hinter dem Schutzschild der Pressefreiheit beleidigen.

    Wer aber gar den Koran und Hitlers „Mein Kampf“ auf eine Stufe stellt, muss als Demagoge bezeichnet werden. Es ist darüber hinaus ein pathologisches Symptom, dass ein Einzelner, gar ein Laie wild kämpferisch seinen Ruf und sein Leben einsetzend, sich anmaßt Fachleuten und Abermillionen von gutwilligen abwägenden Bürgern zu lehren, was Not tut und rechtens ist. Zumindest ist sein hoher persönlicher Einsatz kein Kriterium, denn jeder Terrorist setzt ja sein Leben für eine ihm wichtige Sache aufs Spiel, so dass Wilders exakt mit den Personen, die er so wild bekämpft, die meiste Ähnlichkeit besitzt; auch ein von ihm angekündigter Film wird vielleicht von islamischen Gläubigen entsprechend empfunden werden.

    Es gibt viele Formen von Fanatismus und krankem Extremismus; die schlimmste jedoch tarnt sich als Rechtsbewusstsein, Humanität und gesunder Menschenverstand. Sie ist so gefährlich, weil die Trias den Inbegriff einer vernünftigen Denkweise darstellt und als Regulativ gegen das so häufige Mitgerissenwerden von emotionaler Argumentation dient. Fällt diese Funktion weg, werden Anhänger geschaffen, die von einer politischen Zugmaschine kritiklos zu ihrem Ziel geschleppt werden, wobei man zugleich frech eben diese Leute als Beweis dafür hinstellt, dass viele Menschen kraftvoll das gleiche Ziel erstreben.

    Der Kampf dieses niederländischen Ritters von der lustigen Gestalt mit den blond gefärbten Haaren richtet sich aber nicht gegen Windmühlen, sondern gegen das Buch des Reformators Mohammed - für unzählige Menschen die heilige Richtlinie für ein würdiges Leben, das sich mit so genannten christlichen Existenzen messen kann. Wer weiß, was noch vor kurzem in unseren Gesetzbüchern an Unwürdigem und nach heutigem Rechtsempfinden an Inhumanem gefordert wurde, dem wird klar, dass sich erst recht in einem über tausend Jahre alten Buch Stellen finden, die einigen Gläubigen Anlass zu keinesfalls tolerierbarem Verhalten geben. Soll das aber nun ein Grund sein, dieses Buch in Bausch und Bogen zu verwerfen, so gilt es auch für alle anderen profanen und religiösen Gesetzbücher, ja für manches philosophische Werk, das nicht bloße Erkenntniskritik ist.

    Konkret gesagt: Muss man dann, weil etwa der maßlose Satz (Lukas 11,14) „Wer nicht für mich ist, ist gegen mich“ Jahrhunderte lang unzähligen Verbrechern und gläubigen Fanatikern die Rechtfertigung gegeben hat Mitbürger und ganze Volkstämme zu töten, nicht auch dieses Buch verbieten? Denn statt mitzuhelfen die Glut des Hasses zu löschen, wird oft immer noch das Feuer angefacht, weiterhin mit der Bibelstelle gezündelt, ein Religionsstifter zum Brandstifter degradiert, eine große Kluft aufgerissen und ewig offen gehalten, wofür das Internet und die Nachrichten uns täglich Beweise bieten.

    Wie die Geschichte lehrt, ist es oft zu spät gegen Unvernunft, Provokation, Sadismus, Hass und Verachtung anzugehen. Und hoffentlich behält nicht wieder jener Schüler recht, der auf die Frage, was wir aus der Geschichte lernen, meinte: „Wir lernen aus der Geschichte, dass wir aus der Geschichte nichts lernen.“

  2. Klaus Rohde Says:

    Ein ausgezeichneter Kommentar, der die entscheidenden Punkte klar herausstellt.

  3. Klaus Rohde Says:

    Dies ist eine Antwort auf diesen Post, der im Spiegelforum veröffentlicht wurde.

    Ich glaube, als ehemaliges Mitglied eines Priesterseminares einigermaßen “bibelfest” zu sein und muß leider antworten:
    In der Bibel, sowohl im AT als auch im NT gibt es eine vergleichbare Stelle nicht!
    Es wird zwar zur Toleranz gegen alles mögliche aufgerufen-Samariter-zweifelhafte Frauen-römische Kaiser etc.
    In Sachen Wahrheitsanspruch und Alleinvertretung bleibt aber sowohl der alttestamtarische Jahwe als auch der neutestamentarische Jesus unerbittlich:
    “Wer an mich glaubt, der wird gerettet, wer aber nicht glaubt, der ist verdammt und wird dem ewigen(sic!) Feuer der Hölle überantwortet.”(Matthäus)
    Auch Jehova kennt hier kein Pardon:
    “Mein Schwert findet Gefallen am Blut meiner Feinde.”(Exodus,Numeri,Deuteronomium,Levitikus)
    Ist doch menschlich auch irgendwie verständlich-wenn jemand eine Partei gründet, wird er doch auch nicht sagen, die andere Partei hat auch recht!
    Man kann doch von der CDU nicht verlangen, das sie einräumt:
    “Wir sind gut-aber die SPD ist mindestens genauso schlau wie wir!”
    Das wäre der Toleranz doch zuviel!

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